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161 - Intel Demo Competition 2008 (.de)

on Tue 01 Jul 2008 by Bobic author listemail the content item print the content item create pdf file of the content item

in .deMOSZENE Artikel

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Ring frei zu Runde 3! Nach 2006 und 2007 veranstaltet Chip-Hersteller Intel auch in diesem Jahr einen Demo-Wettbewerb und schickt fünf ausgewählte Demogruppen in den Ring. Cocoon, Fairlight, STILL, Inque und MFX heißen die Kandidaten, die in den letzten vier Wochen emsig an neuen Demos geschraubt haben. Welche davon letztendlich als Sieger gekürt wird, liegt allein in eurer Hand. Wir stellen die einzelnen Kandidaten vor.


Die Regeln blieben gleich, nichts hat sich auf den ersten Blick gegenüber dem Vorjahr geändert. Dennoch umweht ein leicht chaotischer Hauch die Intel Demo Competition 2008, da vor allem der Zeitplan zum Teil nicht eingehalten wurde. Bereits am 5. Mai wollten die Veranstalter die fünf Teams bekannt geben, die an Intels drittem Demowettbewerb teilnehmen dürfen. Tatsächlich geschah dies jedoch erst ein paar Tage später, weshalb den Gruppen nur relativ wenig Zeit zur Verfügung stand, ihre Kreativität in "effektive" Form zu pressen. Der Versand der gesponserten Computer klappte jedoch zügig und reibungslos, wie uns Guille/Cocoon versicherte.

Wie dem auch sei, in nur sechs Wochen haben die glorreichen Fünf also eine neue Demo gebastelt. Maximal drei Minuten beträgt deren Laufzeit, ganz wie es die Regeln vorsehen. Nun sind die Arbeiten abgeschlossen, die Werke sind online verfügbar, können als Video angesehen oder in Form der Binaries auf den eigenen PC heruntergeladen werden. Das gesamte Spektrum digitaler Echtzeitkunst zeigen diese Demos, denn keine gleicht der anderen. Abwechslung ist Trumpf. Auf der offiziellen Website zum Wettbewerb könnt ihr für eure Lieblingsdemo noch bis zum 1. August abstimmen. Danach wird der Gewinner auf der Demo-Party Evoke in Köln (8.-10. August) gekürt. Die Beiträge im Überblick:

The Seeker / STILL
Auf dem Weg in den Intel-Himmel tanzen Vorjahresgewinner STILL eine Symphonie der wirbelnden Elemente. Erst sind es gleißende Lichstrahlen, die Wasser zu durchdringen scheinen. Wasser, in welchem ein wahres Meer aus Schlingpflanzen tobt und sich zu immer neuen, abstrakten Strudeln bildet, während eine einsame, leuchtende Linie sich ihren Weg nach oben bahnt. Sie durchbricht die Oberfläche, stößt in die Luft hinein, die sich zu einem tosenden Wirbelsturm formt, während pompöse Streicherklänge von gelegentlichen Beats und Störgeräuschen begleitet werden. Der nächste Abschnitt dieser Demo-Operette bringt dann die Sonne ins Spiel. Sie beleuchtet das schlängelnde Spiel, bringt andere Farbe mit ein und entlässt den leuchtenden Schlauch in die luftigen Höhen. The Seeker ist ein ungewöhnliches Stück Demokunst, fast schon eine One-Scene-Demo, denn den glühenden Faden begleiten wir von der ersten bis zur letzten Sekunde an. Ungewöhnlich, aber faszinierend!

Download: Demo (Binaries) / Video

Only One Wish / Fairlight & The Black Lotus
Nein, nein! Diese Demo trägt zwar das FLT-Label auf der Brust, stammt jedoch ausnahmsweise nicht von Meisterprogrammierer Smash. Der gönnt sich dieses Mal eine Auszeit (oder programmiert bestimmt schon längst an einer anderen Demo), weshalb der Programmcode für Only One Wish direkt aus Schweden eingeflogen wurde. Niemand geringerer als Magnus Sjöberg, besser bekannt unter dem Pseudonym Pantaloon, kehrt nach längerer Pause auf die große Bühne der Demoszene zurück und hat hier in die Tasten gehauen - sich aber zugleich Verstärkung aus der eigenen Firma ins Boot geholt. Er arbeitet nämlich als Programmierer bei Digital Illusions. Genau wie Louie von The Black Lotus, sowie einige andere an dieser Demo beteiligten Personen. Und diese Kooperation trägt beeindruckende Früchte, denn hier trifft Game-Know-How auf die Designkünste der Szene. Aufwändig modellierte, in Gasmasken gekleidete Gesichter rotieren hier durchs Bild, nur um dann in Millionen von Polygonteilchen zu zerspringen. Imposante Rauchwolken schlängeln sich an mit Graffitis beschmierten Wänden entlang, während der ein oder andere Stilbruch im Comic-Look doch leicht verwirrt. Designer Louie schafft so nicht ganz den Spagat in Richtung seiner legendären Amiga-Demos, zeigt hier jedoch einen schmackhaften optischen Leckerbissen in begeisternder Technik. Ein echter Anwärter auf den Sieg bei der Intel Demo Competition 2008, diese 'Digital Illusions Allstars'-Demo.

Download: Demo (Binaries) / Video

Nazca / Cocoon
"Last time we learned. Next time we'll play our best role in this world", schreiben Cocoon am Ende der Demo und verweisen vermutlich auf ihr letztes Werk Shad 3. Das brachiale Horrorepos erreichte nur den dritten Platz beim Demo-Wettbewerb der Breakpoint 2008, was für viele nicht nachvollziehbar war, handelte es sich doch um die bislang aufwändigste Produktion der Franzosen. Im Nachhinein wurde ihnen gesagt, dass sie ihr Werk wohl auf der falschen Veranstaltung veröffentlicht hätten. Mit seinem Game-lastigen Look hätte man wohl locker die Assembly, auf der viele Spieler zugegen sind, gewonnen. Doch das ist jetzt Geschichte und Cocoon unternehmen mit Nazca einen neuen Anlauf um den Demo-Olymp zu besteigen. Dabei präsentieren sie uns genaus das, was man von ihnen erwartet: jede Menge 3D-Zeugs im typischen Cocoon-Stil, nämlich dämonische Fratzen und futuristischen Kram - gänzlich in 3D mit den obligatorischen Kameraflügen. Das sieht dank supermoderner Engine wieder einmal hervorragend aus. Verbesserungen gegenüber Shad 3 sind jedoch nicht auszumachen. Vielmehr stößt man immer wieder auf recyceltes Material aus der großen Vorgängerdemo, ohne dass jedoch deren Qualitätsniveau erreicht wird. Ein Indiz für den immensen Zeitdruck, unter dem die Macher standen. Wunderschön sind zwar die Texturen, doch fehlt der Show, genauso wie dem Soundtrack, ein wenig der letzte Kick. Einzig die französische Sprachausgabe samt englischer Untertitelung sorgt für Stimmung. Technisch ist Nazca natürlich wieder ein echtes Brett. In der Ausarbeitung und im Ideenreichtum entspricht es leider nur dem üblichen Standard.

Download: Demo (Binaries) / Video

Inflorescene / MFX
Wenn MFX ein neues Werk veröffentlichen, kann man sich nie sicher sein, was einen erwartet. Wird man eine neue, atemberaubende Schönheit mit technischen Schmankerln á la Deities oder Aether zu sehen bekommen? Oder donnern uns die Finnen wieder einmal lauter Getöse und Krawall um die Ohren, so wie in The Ballet Dancer oder Vorticity? Nun, Inflorescene ist irgendwo in der Mitte angesiedelt. Der Sound besteht zwar nur aus monotomen Gedöns, dafür glänzt die Demo auf Seiten der Technik. Viele Szenen, unter anderem der Tunnel zu Beginn, wirken wie in Öl gemalen. Dann wiederum fliegen hochdetailliert gestaltete Spinnweben durchs Bild, aus deren Mitte sich eine Lavafontäne ergießt. Zum Ende hin zeigt sich dann, warum der Titel an die Flora erinnert. Aus einem pastellfarbenen Strudel formt sich ein Blüten-ähnliche Landschaft. Einfach brillant! Somit bleibt als Fazit nur zu sagen, dass wir Little Bitchard vermissen! Dann wäre der Soundtrack wiederum ein echter Ohrwurm gewesen und Inflorescene hätte uns verstört und betört zugleich. So lässt es uns zwar verwundert die Augen reiben, aber leider auch die Ohren zuhalten.

Download: Demo (Binaries) / Video

Seiryoku / Inque
Minimalistisch, aber stylisch waren bislang die 64k Intros der Demogruppe Inque. Mit Seiryoku verlassen die Holländer zum ersten Mal ihre kleinen Pfade und treten ein in die Welt der ausgewachsenen Demos. Gut schlagen sie sich hier, obwohl die Optik nach wie vor mehr in Richtung 64k tendiert. Doch hat ihre Produktion Seele und Flow. Schön gehen die 3D-Szenen ineinander über, deren Machart ein wenig an das große Kasparov erinnert. So saust die Kamera zuerst durch einen Tunnel nach oben, vorbei an glühenden Leitungen, bevor ein kreisrunder Raum mit Alien-artigen Geschöpfen in Glasbehältern durchflogen wird. Ein weiterer Tunnel, dieses Mal in Form einer Straße, taucht auf, über die ein futuristisches Bike rast. Am Schluss wartet dann der obligatorische High-Tech-Reaktor mitsamt rotierenden Segmenten auf den Zuschauer. Was Inque hier zeigen sieht nett aus. Neuartiges wird jedoch nicht gezeigt. Dafür hangeln sich Izard und Glow aber gekonnt von einer Szene zur anderen - auch aufgrund der passenden Musik. Technisch haben wir jedoch schon Besseres gesehen.

Download: Demo (Binaries) / Video

(03.07.2008, Bobic)

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