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273 - Best of 2014: Unser Jahresrückblick mit allen Top-Demos! (.de)

on Fri 09 Jan 2015 by Bobic author listemail the content item print the content item create pdf file of the content item

in .deMOSZENE Artikel

comments: 0 hits: 12642

Es ist wieder an der Zeit, zurückzublicken. Zurückzublicken auf das, was die Demoszene im Jahr 2014 abgeliefert hat. Wir lassen die großartigsten Momente, welche die Echtzeit-Computerkünstler in den vergangenen 12 Monaten geschaffen haben, Revue passieren. Präsentieren die wichtigsten Demos, Intros, Videos, Musik und vieles mehr in insgesamt 17 Kategorien. Auch reden wir über das, was wir vermisst haben und was irgendwie ganz schön seltsam war. Wieder einmal heißt es Bühne frei! Den hier kommen sie, die besten Demos des 2014er Jahrgangs!

Allgemein lässt sich festhalten, dass 2014 ein gutes Jahr für die Demoszene war. Allein ein Blick in das 2014er Partyarchiv auf Scene.org, dem zentralen Speicherplatz von Szene-Releases, genügt, um stolze Zahlen dieses Gefühl unterstreichen zu lassen. Auf insgesamt 52 Szeneveranstaltungen, den so genannten Demo-Partys, wurden insgesamt über 4.000 Releases veröffentlicht. Demos, 64k und 4k Intros, Videos, Bilder, Fotos, Musik, mal mehr, mal weniger gelungen, teils spektakulär, teils auch recht extravagant. Knappe 58 Gigabyte an Daten umfasst alleine dieses Archiv. Imponierende Zahlen, auf welche die Schöpfer durchaus stolz sein dürfen.

Talentsichtung
Doch besteht 2014 aus weit mehr als nur Zahlen. So durften wir beispielsweise so viele Newcomer in der Demoszene begrüßen, wie schon lange nicht mehr. Das hat vielerlei Gründe. Zum einen gibt es immer wieder eingefleischte Fans, welche Szenedemos außerhalb ihres Schaffenskreises publik machen. Sei es auf kleineren Meetings, im Freundeskreis, in den Weiten des World Wide Web oder auf YouTube. Aber auch große Unternehmen spielen eine zentrale Rolle. Aus der Demoszene entstandene Unternehmen wie die Battlefield-Macher von DICE treten als Sponsoren auf wichtigen Demo-Festivals wie der Revision in Saarbrücken auf. Nvidia, Marktführer bei den Grafikkarten, veranstaltete nach 2008 mit der NVscene 2014 wieder eine erfolgreiche eigene Demo-Party, auf der mit Philip Lafleur ein bislang unbekannter Programmierer die Siegestrophäe für die beste Demo mit nach Hause nehmen durfte.

Dabei sind die Einstiegshürden für die Coding-Wizards in der heutigen Zeit gar nicht mal ohne. Die Zeiten, in denen ein sich drehender Würfel und ein bisschen herum schwebender Text genügten um zu begeistern, sind längst vorbei. Heutzutage muss schon einiges geboten werden, um nachhaltig in Erinnerung zu bleiben. Natürlich bietet das Internet hier eine Vielzahl an Tutorials und sonstigen Hilfestellungen, welche den Einstieg erleichtern und welche früher nicht vorhanden waren. Dennoch ist es schon verrückt wenn man sieht, was manche Neulinge aus ihrem Effekthut zaubern.

Brotkasten-Liebe
Genau dieses Nachhaltigkeit, dieses einfach nicht vergessen können und vor allem nicht wollen, beherrscht die Oldskool-Demoszene seit Jahren perfekt. Vor allem die auf dem Commodore 64 aktiven Szenegruppen berauschen uns Jahr für Jahr mit fantastischen Kreationen, die so manches Mal den modernen PC-Werken die Schau (und auch die Zuhörer) stehlen! Die Macher der Demos den Nachfolger der C64, dem Commodore Amiga, fuhren 2014 auch wieder in reißende Strömen den Effektfluss hinunter. So gab beispielsweise die legendäre Demogruppe The Black Lotus ein imponierendes Comeback. An dieser Stelle schließt sich der Kreis wieder, denn einige Mitglieder dieser Truppe arbeiten schon seit vielen Jahren bei DICE, dem Sponsor von… Ihr wisst schon was.

Mecker-Fritz’chens Kummerkasten
Vollends zufrieden sind wir dennoch nicht. 2014 war nicht vollständig, nicht richtig abgeschlossen. Denn auch in diesem Jahr gab es keine große Demo von einer der wichtigsten Demogruppen aller Zeiten. Einem Team, welche die Demoszene schon so oft neu geprägt hat. Die Rede ist natürlich von Farbrausch. Zwar gab es mit Trained eine gute, vom Ausnahmekünstler Visualice inszenierte Demo. Doch wir warten schon so lange auf etwas Neues von den Leuten, die uns the product, Debris oder Rove geschenkt haben. Fiver2, Chaos, aTom und die Anderen, wir zählen auf euch in 2015!

Auch wünschen wir uns für die nächsten 365 Tage mehr Beiträge für die Kategorie der 4k procedural gfx. Einst mochte man meinen, dass dies die neue Lieblingskategorie für viele Szener werden würde, so viele und vor allem tolle Releases durften hier bestaunt werden. Inzwischen hat die Anzahl leider stark nachgelassen, ohne Aussicht auf Besserung. Immerhin gab es hier mit den berechneten Bildern Leggy und Future Decay zumindest zwei ganz hervorragende Vertreter dieser Zunft.

Etwas erholt haben sich die 64k Intros. Doch auch da darf es ruhig noch ein wenig mehr sein. Welche beeindruckenden Resultate möglich sind, bewies zum letztjährigen Osterfest die Gruppe Mercury. Und gebt uns bitte wieder mehr Music Disks! Ihr Musiker da draußen liefert so tolle Arbeit ab. Es gibt aber auch ein Leben außerhalb von Bandcamp, Soundcloud und Co. Zieht den Programmierern die Löffel lang und lasst sie ein hübsches Menü rund um eure exzellenten Klangkunstwerke spinnen und Leute wie wir es sind, sowie viele Andere, werden es euch danken! Nebenbei hebt ihr euch mit einem solchen Release noch von vielen anderen Soundtüftlern ab. Danach steht euch immer noch der Weg frei für eine Veröffentlichung auf den bekannten Musikportalen.

Eindruckschinder des Jahres
Da jeder Anfang auch einmal ein Ende haben muss, möchten wir an dieser Stelle unseren Redefluss ein wenig drosseln und überleiten zu dem, was hier das Wichtigste ist: Unsere Top-Listen des Jahres 2014! Los geht’s!



Beste Demo / Best PC-Demo:
01. Intrinsic Gravity / STILL (Download / YouTube)
02. Black and White lies / One Studio Off (Download / YouTube)
03. Observatory / Cocoon (Download / YouTube)
04. Blitzgewitter / Titan (Download / YouTube)
05. Secret Rooms / Philip Lafleur (Download / YouTube)
06. G – Level One / Ctrl-Alt-Test (Download / YouTube)
07. Mrs Escher’s Nightmare / ASD (Download / YouTube)
08. Blazar / Digital Dynamite (Download / YouTube)
09. Clichés / Vigor, Messy & lug00ber (Download / YouTube)
10. Hurtquake / Excess (Download / YouTube)

Die Antwort nach der besten PC-Demo 2014 war schnell gefunden. Einstimmig wurde Intrinsic Gravity von STILL, das dem Publikum erst vor wenigen Tagen auf der Ghetto Scene 2014 vorgestellt wurde, auf den ersten Platz gewählt. Obwohl es technisch bei weitem nicht an andere, hier gelistete Werke heranreicht, ist das minimalistische Design dermaßen stimmungsvoll und faszinierend, dass diese Demo als Symbol für das gesamte vergangene Jahr stehen muss und auch wird. Auch die zweitplatzierte Demo, Black and White lies, ist ein Musterbeispiel für überragendes Design. Hinter dem Gruppennamen One Studio Off verbergen sich einige Gottheiten der Szene, Namen, die seit Dekaden für großartige Demokunst bürgen: Smash von der Gruppe Fairlight, sowie Destop, Mazor und Yolk von CNCD. Auch dieses Werk muss man gesehen haben.

Nachdem die beiden ersten Plätze für ungewöhnliches Design stehen, wird es auf Rang 3 wieder etwas normaler. Mit Observatory haben Cocoon, die Technik-Gurus aus Frankreich, die definitiv am besten aussehende Demo 2014 ins Rennen geschickt, damit die Revision 2014 gewonnen und uns Szenen gezeigt, an denen man sich nicht satt sehen kann. Definitiv ganz großes Effektkino!

Schwieriger war die Wahl der nachfolgenden Plätze. Jede der dort aufgeführten Demos hat Besonderheiten bei Design, Effekten oder Atmosphäre. Am Ende haben Nuancen entschieden. Alle sind sie gut, es lohnt sich sie anzusehen. Was aber auch für viele Produktionen gilt, die es nicht in die Top 10 geschafft haben. Darunter etwa Emerge von Cosmonaut, Nuclei von Pyrotech, PandaCubes The Wizard of Cos, der faszinierende Vogelscheuchen-Film Scarecrow, 6bit Genesis von Nightradio oder das bildschöne Singularity von der Gruppe Onslaught.



Beste 64k Intro / Best PC 64k Intro:
01. The Timeless / Mercury (Download / YouTube)
02. Hologram / Mercury (Download / YouTube)
03. The Bridge (8k Intro) / Loonies (Download / YouTube)
04. Ooze / Inque (Download / YouTube)
05. Cheshire / Z Brothers (Download / YouTube)
06. Reasons / Inque (Download / YouTube)
07. Galvanize (8k Intro) / Alcatraz (Download / YouTube)
08. Lavos / Faemiyah (Download / YouTube)
09. One of these days the sky’s gonna break / Conspiracy (Download / YouTube)
10. MAR / Bon^2 (Download / YouTube)

Hier sprechen wir über alle Intros, die über vier Kilobyte klein und maximal 64k groß sind. The Timeless von Mercury steht hierbei an der Spitze. Auch hier war es ein Leichtes, sich für dieses Werk zu entscheiden, denn absolut Nichts konnte mit dem Werk der neuen 64k-Könige von Mercury konkurrieren. Viel zu bombastisch, umfangreich, ja unglaublich ist das hier zu sehende. Einzige Mercury selbst haben noch etwas geschaffen, um ihren, schon jetzt als zeitlos geltenden Klassiker vom Thron zu stoßen, was ihrem ebenfalls bildschönen Hologram allerdings nicht gelang. Dennoch ist Konkurrenz im Anmarsch. Die holländische Gruppe Inque wird immer besser und hat sich auf Intros in der Größe von maximal 65536 Bytes spezialisiert. Sowohl ihr Ooze, als auch Reasons bieten fantastisches Eye-Candy. Auch die Loonies sind wieder mit von der Partie, wenn dieses Jahr auch nur mit einem Werk, dem nur acht Kilobyte kleinen The Bridge. Und aus dem Hintergrund nähert sich mit großen Schritten Technik-Bombast aus Russland. Die Z Brothers muss man im Auge behalten, haben sie doch vor allem mit Cheshire bewiesen, dass sie echten Coder-Pr0n fabrizieren können.



Beste 4k Intro / Best PC 4k Intro:
01. Molten Core / Drift (Download / YouTube)
02. Superstructure / TDA (MacOS X) (Download / YouTube)
03. L'abstraction Dominante / Razor 1911 (Download / YouTube)
04. Tilescapes / Digital Dynamite (Download / YouTube)
05. Sinuous / Loonies & TBC (Download / YouTube)
06. Stellar Driftwood / Traction & Fit (Download / YouTube)
07. Discovery / Astroidea (Download / YouTube)
08. / Titan (Download / YouTube)
09. Oklahoma / TRSI & Rebels (Download / YouTube)
10. Splash / Prophecy & Unknown Artists (Download / YouTube)

Bei den Intros, deren Größe maximal 4096 Bytes beträgt, gaben im Jahr 2014 die ganz kleinen Vertreter dieser Gattung den Ton an. Molten Core von Drift ist eine Sensation in nur einem einzigen Kilobyte. Eine Vulkanbesichtigung mit fantastischen Raymarching-Szenen in toller Farbgestaltung und sogar mit Musikbegleitung. Das muss erst einmal jemand nachmachen. Ebenfalls nur 1kb klein folgt auf dem zweiten Platz Superstructure, das ausschließlich auf Apple-Rechnern läuft und extrem leckere Effektkost serviert. Mit L’abstraction Dominante schaffte es immerhin eine 4k Intro aufs Treppchen und schlug damit Tilescapes von Digital Dynamite knapp, da es etwas mehr Abwechslung vorzuweisen hat. Faszinierend sind auch alle nachfolgenden Platzierungen, wobei insgesamt schon angemerkt werden muss, dass wir dieses Jahr nichts gesehen haben, was annähernd an Megawerke wie Hartverdrahtet, cdak oder natürlich Elevated herankommt.



Beste Oldskool-Demo / Best oldskool Demo:
01. Uncensored / Booze Design (C64) (Download / YouTube)
02. Comaland / Censor Design & Oxyron (C64) (Download / YouTube)
03. Rift / TBL (Amiga AGA) (Download / YouTube)
04. Rocket science / Bauknecht (C16/Plus4) (Download / YouTube)
05. Emperor of the North Pole / Spaceballs (Amiga 500) (Download / YouTube)
06. Smash It / Elix (SNES) (Download / YouTube)
07. Outside Planet Earth / Australian Drug Foundation (Amiga AGA) (Download / YouTube)
08. Sunglasses at Night / Ghostown & Whelpz (Amiga 500) (Download / YouTube)
09. RGB / Fairlight & Offence & Prosonix (C64) (Download / YouTube)
10. Serenity / Elude (Amiga AGA) (Download / YouTube)

Dominiert von Home Computern der Marke Commodore, mit einem (grandiosen) Fremdgänger auf dem Super Nintendo, gestaltet sich die Hitliste der besten Demos, die auf einem Oldskool-System laufen. Dabei überstrahlen zwei Demos alle anderen. Beide wurden für den legendären Brotkasten, den C64, gemacht. Beide sind sie auf der X 2014 veröffentlicht. Mit dem Unterschied, dass sie hier, in unserer Rangliste, die dort erreichten Platzierungen tauschen. Denn Uncensored von Booze Design hat uns mit den spektakulären Effekten, diesem wundervollen Design und vor allen Dingen mit dem geilsten Soundtrack des gesamten Demo-Jahres mehrmals unseren Kopf auf die Tischplatte schmettern lassen. Nicht aus Frust, sondern wegen Unfassbarkeit!

Der Kopf ist noch dran, musste aber trotzdem reichlich aushalten. Denn Comaland, ebenfalls eine C64-Demo, war fast genauso supersexy und stöhnte annähernd gekonnt aus den Lautsprechern. Das grandiose Comeback von The Black Lotus mit der Demo Rift auf dem Amiga war ebenfalls eine audiovisueller Traum und steckte den Großteil der PC-Releases locker in die Tasche. Dann war da noch das geniale Rocket Science von Bauknecht für den Commodore C16, das lange Zeit aufgrund der spektakulären Effekten und Grafiken als Favorit in dieser Gattung angesehen werden musste und durfte, dann aber doch von den anderen Demos auf den undankbaren vierten Platz verwiesen wurde.

Dass die Spaceballs mit Emperor oft he North Pole eine solch durchgestylte, erfrischend andere Demo mit 1a-Effekten für den alten Amiga 500 veröffentlichen würden, war ebenfalls eine Überraschung. Die Aufnahme in die großen Top 5 ist also gerechtfertigt. Und auch die nächsten fünf Oldskool-Demos, allen voran das brachiale Smash It für SNES, haben sich ihren Platz hier mehr als redlich verdient.



Beste Invitation / Best Invitation Demo:
01. Hologram / Mercury (Download / YouTube)
02. This Time / Rebels (Download / YouTube)
03. Morphonic Lab XIII: Contarum – Invitation / Checkpoint (Atari Jaguar) (Download / YouTube)
04. NVScene 2014: The Ink Test / CNCD & Fairlight (Download / YouTube)
05. Break over (Tokyo Demo Fest 2014 Invitation / System K & RTX1911 (Download / YouTube)

Warum sind sowohl die Demo des Jahres, Intrinsic Gravity von STILL, und das ebenfalls hochklassige Emerge von Cosmonaut nicht bei den besten Einladungsdemos für eine Party dabei? Falls ihr euch diese Frage stellen solltet, dann kommt hier die Antwort. Beide Werke sind über alle Zweifel erhaben, aber für uns keine richtigen Invitation-Demos. Sowohl STILL, als auch Cosmonaut zeigen nur ganz am Schluss den Hinweis auf die entsprechende Veranstaltung. Das könnte man bei jeder anderen Demo genauso machen. Sonstige, eigentlich übliche Infos, sucht man vergebens. Deshalb fällt dieses Duo aus dieser Liste heraus, genau wie Blitzgewitter von Titan, das in unseren Augen auch mehr eine richtige Demo hat und obligatorische Informationen vor lauter Effekten untergräbt.

Das haben andere Gruppen besser hingekriegt. Allen voran Mercury, die mit ihrer wunderschönen 64k Intro Hologram den Platz an der Sonne völlig zu Recht verdient haben. Die Gruppe Rebels hat sich hingegen an das Konzept aus You Should von Haujobb gehalten und mit This Time einen richtig feinen Message-Hammer herausgebracht. Die Morphonic Lab XIII Invitation, ein Werk für die Atari Jaguar Konsole, kletterte auf den dritten Rang und kämpfte sich mit tollen Effekten, Design und einem tiefen, aggressiven Soundtrack durch die Windows-Front. The Ink Test, die modern gestaltete Invitation zur NVScene 2014 von Fairlight und CNCD landete auf Platz 4, während das abwechslungsreiche, stimmungsvolle Break over den Abschluss bildet.



Bester Soundtrack / Best Demo Soundtrack:
01. Uncensored / Booze Design (Download / YouTube)
02. Intrinsic Gravity / STILL (Download / YouTube)
03. Taat 2014 / Taat (Download / YouTube)
04. G – Level One / Ctrl-Alt-Test (Download / YouTube)
05. Hurtquake / Excess (Download / YouTube)
06. Emerge / Cosmonaut (Download / YouTube)
07. Scarecrow / PlayPsyco (Download / YouTube)
08. Rift / The Black Lotus (Download / YouTube)
09. Comaland / Censor Design & Oxyron (Download / YouTube)
10.Disco Apocalypso / Shape (Download / YouTube)

Meine Güte, was haben wir die Musik aus Uncensored anno 2014 rauf und runter gehört. Diese Ohrwurm-Melodie wenn das Waben-Colorcycling zum ersten Mal auftaucht will einfach nicht mehr aus unserem Kopf raus. Wir wussten ja schon länger, dass Dane, der Komponist dieses Stücks, ein göttlicher Musiker ist, mit Uncensored hat er sich jedoch selbst übertroffen. Und damit eine Demo für den Commodore 64 zum Gewinner beim besten Demo Soundtrack 2014 gemacht. Somit blieb für einen der aktuell fleißigsten Soundkünstler der Demoszene nur die Silber-Medaille übrig: Hoffman, der unsere Demo des Jahres mit dem perfekten Klangteppich unterlegte. Auch Altmeister !Cube findet sich (wieder einmal) unter den großen Drei wieder. Schade nur, dass sein hervorragendes Stück für die Taat 2014 Neujahrs-Demo nicht auch in einer Langfassung existiert. Die auf den Plätzen folgenden Werke verfügen ebenfalls über außergewöhnlich gute Musik, wobei auch hier eine bunte Mischung der Systeme, bestehend aus PC, Amiga und C64 besteht. Gute Musik kennt einfach keine Systemgrenzen!



Beste Music Disk / Best Music Disk:
01. Bleep & Destroy / Conspiracy (Download / YouTube - Teaser)
02. Stuck somewhere in time / Up Rough & Insane & Titan (Mega Drive / Browser) (Download / YouTube)
03. Seeking Sounds / Kiki Prods (Download / YouTube)
04. Mods Vol. 1 / Resistance & Desire (NDS) (Download / YouTube)
05. Chiptunes 2014 / Quite & San (Download)

Wir bleiben bei der Musik und schauen uns die (wenigen) Music Disks an, die im vergangenen Jahr das Licht der Welt erblicken durften. Der Sieger kommt aus Ungarn, heißt Bleep & Destroy und heizt mit sensationell gutem Chiptune-Rock von Vincenzo und NecroPolo so richtig ein. Neben der tollen Musik ist es aber vor allem das Design, das dieses Musikpaket zu etwas Besonderem macht. Ein Mini-Adventure im Monkey-Island-Stil und stilechte IK+ C64-Pixeloptik beweisen, wie viel Kreativität man doch in das Interface einer Music Disk stecken kann. Deutlich klassischer zeigte sich da Stuck somewhere in Time, da sowohl auf dem Sega MegaDrive, als auch im Browser startet. Hier zündet vor allem die Tatsache, dass weltbekannte Hits der Heavy Metal Band Iron Maiden auf tolle Art und Weise in ein Chiptune-Gewand gepresst wurden.

Ähnlich kreativ beim Design wie die Macher von Bleep & Destroy waren nur noch die Seeking Sounds von Kiki Prods. In einer aufwändigen, toll aussehenden 3D-Umgebung á la Minecraft kann man hier sechs netten Stücken lauschen und ein kleines Adventure-Game zocken. Visuell und vom Design ein Highlight, in der wichtigsten Kategorie einer Music Disk, jedoch nur durchschnittlich. Mit besseren Tracks wären die Seeking Sounds auf Platz 1 geschossen. So werden sie auf Rang 4 von schönen Chiptune-Klängen aus Mods Volume 1 auf dem Nintendo DS verfolgt. Das umfangreiche Paket ist in der Tat Highlight und Novum zugleich für den Handheld, sind auf diesem System doch gerade einmal vier Vertreter vorhanden. Den Abschluss bietet – man mag es kaum glauben – schon wieder ein Chiptune-Paket. Dieses Mal stammt es von den Gruppen Quite und San und bietet einige wirklich nette Melodien.



Bester Newcomer / Best Newcomer:
01. Secret Rooms / Philip Lafleur (Download / YouTube)
02. Epoch / Epoch (Download / YouTube)
03. Colored Glass / Kevin Kerttunen (Download / YouTube)
04. Essence of Life / Sundancer (Download)
05. My first Intro / Mystran (Download / YouTube)

Philip “Eleven” Lafleur kannte bis März 2014 niemand. Als der gute Mann aber mit seiner allerersten Szenedemo Secret Rooms gleich die megawichtige NVscene 2014 gewann, wurde er quasi über Nacht der neue Star am Hollywood-Szenehimmel. Secret Rooms ist ein fantastisches Werk das an Abwechslung geradezu überquillt. Dutzende hochklassiger Effekte stecken hier drin, dazu kommen einige, die man nie zuvor zu Gesicht bekommen hat. Garniert mit einem wunderschönen, chilligen Ambient-Track hat es Lafleur geschafft, die Massen zu begeistern. Und uns gleich mit. Denn ein solch überzeugendes Erstlingswerk ist uns seit einer wirklich langen Zeit nicht mehr untergekommen.

Gut war aber auch das, was andere Frischlinge abgeliefert haben. Epoch haben mit ihrem gleichnamigen Release eine verstörende Atmosphärebombe geschaffen. Colored Glass zeigt die wohl schönsten Kaleidoskop-Effekte der Demoszene-Geschichte. Essence of Life liefert 3D-Bombast vom Feinsten ab und My first Intro überzeugt auf dem 4k-Intro-Sektor.



Beste Effekte / Best Demo effects:
01. Secret Rooms / Philip Lafleur (Download / YouTube)
02. Blitzgewitter / Titan (Download / YouTube)
03. NVscene 2014: The Ink Test / CNCD & Fairlight (Download / YouTube)
04. The Timeless / Mercury (Download / YouTube)
05. Intrinsic Gravity / STILL (Download / YouTube)

Originelle Effekte sind selten in der Demoszene. Zumeist werden bekannte Dinge auf immer bessere Weise recycelt. Umso erfreulicher ist es doch, wenn ein Werk gleich eine ganze Ladung an erfrischenden, originellen Szenen bietet. Genau das ist bei Secret Rooms der Fall, womit Autor Philip Lafleur nach dem Newcomer-Award gleich noch einen ersten Platz für sich beanspruchend darf. Wir gratulieren und hoffen auf neue Wunderdinge vom neuen Szene-Wunderkind im Jahr 2015!

Auch in der Demo Blitzgewitter von Titan gab es erstaunliche Dinge zu sehen, wie beispielsweise den goldenen Regen, der auf die Pyramiden herunterprasselt. Das hat uns ebenfalls nachhaltig beeindruckt. Platz 2 für dieses Schwergewicht! Und Smash hat uns wieder einmal mit sensationell schönen Flüssigkeitseffekten berauscht. Dieses Mal in der Invitation-Demo zur NVscene 2014. Die kolossale 64k Intro The Timeless bot ebenfalls visuell Unglaubliches, während Intrinsic Gravity von STILL zwar spartanisch aussieht, dafür aber den größten Illusionsfaktor aller Effekte des Jahres aufweist. Das muss man erst einmal nachmachen.



Bestes Demo-Design / Best Demo concept:
01. - Intrinsic Gravity / STILL (Download / YouTube)
02. - Mrs Escher’s Nightmare / ASD (Download / YouTube)
03. - Black and White lies / One Studio Off (Download / YouTube)
04. - Scarecrow / PlayPsyco (Download / YouTube)
05. - G – Level One / Ctrl-Alt-Test (Download / YouTube)

Wieder einmal müssen wir an dieser Stelle über ein Werk sprechen, über das wir in den letzten Wochen reichlich geschrieben haben. Zu Recht! Intrinsic Gravity sticht mit seiner Gestaltung, mit seiner Grundidee und deren Umsetzung einfach alles aus, was 2014 auf unserem Tisch landete. Diese Welt der Illusionen bereisen wir einfach gerne, weil man einfach nicht genug von ihr kriegen kann.

Designkünstler Navis darf sich über Platz 2 in dieser Hitliste freuen. Die Idee mit der zeichnenden Hand, aus deren auf Papier gebrachte Ideen bewegte Wirklichkeit werden, ist künstlerisch gesehen ein extrem wertvolles Stück Demokunst. Ähnliches lässt sich zu Black and White lies sagen. Dieser wilde Mix aus Linien, Partikel, Logos und Liquids ist beim Thema Design den meisten anderen Releases um Längen voraus. Scarecrow hingegen dürfte als der beste Tim-Burton-Film der Demoszene in den Geschichtsbüchern einen Eintrag finden. G – Level One hingegen ist ein berauschender Trip durch sämtliche Gefilde der Echtzeitkunst, bei welchem man den kreativen Einfluss merkt, den das Land der aufgehenden Sonne auf den aus Frankreich stammenden Coder Zavie hat.



Beste Grafik / Best Demo visuals:
01. Observatory / Cocoon (Download / YouTube)
02. PC-09: The Wizard of Cos / PandaCube (Download / YouTube)
03. Stochastic Process / Cocoon (Download / YouTube)
04. PC-11: Guardian / Panda Cube (Download / YouTube)
05. Nuclei / Pyrotech (Download / YouTube)
06. Scarecrow / PlayPsyco (Download / YouTube)
07. Emerge / Cosmonaut (Download / YouTube)
08. Comaland / Censor Design & Oxyron (Download / YouTube)
09. Essence of Life / Sundancer (Download)
10. TPB-06: Excessination / The Pimp Brigade & Inque (Download / YouTube)

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat die geilste Optik im Demoland? PandaCube, ihr habt knackige Texturen und aufwändige 3D-Grafik gezeigt, doch die Werke von Cocoon sind noch knackiger und schärfer als alles andere, was im Jahr 2014 gezeigt wurde.

Ja, es war ein Zweikampf zwischen Cocoon und PandaCube mit dem besseren Ende für die Franzosen. Guille und NTSC fuhren in Observatory solch heftige 3D-Geschütze auf, da konnte man nur anerkennend, respektvoll nicken. Kein Wunder dass dieses messerscharfe Teil die große Revison-Demoparty für sich entscheiden konnte. Auch Panda Cube werden von Jahr zu Jahr besser, wissen immer, wie man edle Technik noch besser machen kann. Außerdem haben sie mit Zonbie einen der fähigsten 3D-Grafiker im Team. The Wizard of Cos kann deshalb mit Recht als ihre bislang beste und eindruckvollste Demo angesehen werden. Besser als ihr zweites großes Werk im Jahr 2014, Guardian. Das musste sich allerdings wiederum Cocoon geschlagen geben, welche mit ihrer faszinierenden Blade Runner-Atmosphäre in Stochastic Process einfach noch einen Tick hübscher waren.

Einzig Pyrotech haben in den Top 5 mit ihrem 3D-Spektakel Nuclei noch für Konkurrenz zu den beiden 3D-Zaubergruppen gesorgt. Auf den weiteren Rängen finden sich folgende Demos wieder: Scarecrow (exzellenter Stil), Emerge (optisch erfrischend anders), Comaland (senationelle 2D-Pixelgrafiken), Essence of Life (bildschön für ein Erstlingswerk) und Excessination (perfekter Kontrast und leckere Optik).



Seltsamste Demo / Most experimental Demo:
01. New / STILL (Download / YouTube)
02. f20 / Flo (Download / YouTube)
03. VIP 2014 Invitation / X-men (Download / YouTube)
04. I see / Potasmic (Download / YouTube)
05. Eternal Dream of Beauty / STILL (Download / YouTube)

Das seltsamste Werk kam im vergangenen Jahr aus der Schmiede von STILL. New entpuppt sich als krudes Experiment, bei dem der Browser-Cache durchforstet wird um Bilder und Namen in eine verstörende, verrauschte Flimmerwelt projiziert. Das sieht wirklich ungewöhnlich aus und ist arg gewöhnungsbedürftig. Auch Flos f20 fällt in die Kategorie der schwer verdaulichen Werke, gruselt aber immerhin ganz ansehnlich vor sich hin. Seltsame Animationen gemischt mit Trashfaktor 10 haben der VIP 2014 Invitation ebenfalls noch einen Platz auf dem Treppchen beschert. Arg minimalistisch, aber faszinierend, geht es hingegen bei der Browser-Demo I see zu, bevor einem bei Eternal Dream of Beauty aufgrund des knallbunten Anstrichs und der wild durcheinander gewürfelten Objekte schlecht wird. Harter Stoff für uns!



Bestes Video / Best Wild Demo:
01. Aerosol / Supadupa (Download / YouTube)
02. Calm / JCO (Download / YouTube)
03. Light and Magic / Gaspode (Download / YouTube)
04. Surfacing / Subground4 (Download / YouTube)
05. I want to introduce ASM14 / Primitive (Download / YouTube)

Leicht fiel uns die Wahl der besten Wild Demo 2014 nicht. Weder wurden wir mit spektakulären Filmchen Marke Doomsday Device oder Supeur Dupeur aus dem letzten Jahr verwöhnt, noch gab es so außergewöhnliche Konzepte wie bei Lancet Liver Fluke, dem letztjährigen Sieger, zu sehen. Unsere Wahl fiel letztendlich auf das kurze, aber extrem schick aussehende Aerosol von Supadupa. JCO hingegen warf das kunstvolle Calm in die Waagschale – und erreichte Platz Nummer 2. Projection Mapping auf einem Commodore Amiga! Das sieht schick aus, ist ungewöhnlich und verhalf in Light and Magic Gaspode noch auf das Podium. Wer leckere Fraktal-Rendereien bewundern möchte, der wird in Surfacing fündig, während I want to introduce die alten Hasen erfreute.



Beste Bildgestaltung / Best Scene Picture:
01. Bells & Whistles / Darkki
02. Violin / Cosmic
03. Comaland - Big Flower logo / Mirage
04. Animal Reign III / Made
05. The October Country / Slayer
06. Nautilus / Unreal
07. Prophecy / Unreal
08. Into the Storm / Asbjoern Nedrehagen
09. Hermaszewski / Forcer
10. Synesthesia / Offwhite

Prachtvolle Gemälde! Von majestätischer Pixelpracht über faszinierende Render-Kunstwerke bis hin zu unglaublich guter Logo-Art. Die Grafiker der Demoszene haben sich 2014 hervorragen verkauft und eine Vielzahl an spektakulären Momenten auf unsere Bildschirme geworfen. Dabei hat sich Darkki mit Bells & Whistles selbst übertroffen. Eine umwerfende Kulisse, ein extrem hoher Detailgrad, gestochen scharf aufs digitale Papier gebracht, so muss nicht nur ein Meisterwerk aussehen, es ist auch eins!

Auch Cosmic hat uns völlig aus den Latschen gehauen. Sein Violin ist ein Grafikexperiment das mit seiner düsteren Atmosphäre und der ungewöhnlichen, ja schon fast an Mandelbox-Grafiken erinnernden Optik fasziniert und verstört zugleich. Wer mehr über die hierfür verwendete Technik wissen möchte, sollte sich diesen Thread auf Pouet.net näher anschauen. Im völligen Gegensatz zu den zwei besser platzierten Bildern folgt auf Platz 3 eine Oldskool-Grafik. Das Big-Flower-Logo aus der Demo Comaland muss ebenfalls als großartiges Kunstwerk angesehen werden. Die Verzahnung der einzelnen Elemente, die Einbindung der Buchstaben – wer zur Hölle kommt denn nur auf solch eine bizarre und zugleich bezaubernde Idee und kann diese dann auch noch so perfekt umsetzen? Mirage war’s, und den erklären wir dafür für verrückt! Bitte gib uns 2015 noch mehr davon!

Schaut man sich die anderen gelisteten Bilder in unseren Top 10 näher an, kommt man aus dem Staunen auch weiterhin nicht heraus. Made zaubert immer noch mit seinem Pixel-Pinsel, der polnische Grafiker Slayer wird immer (noch!) besser, Unreal aus Ungarn ebenfalls, und ist dabei so produktiv wie schon seit langer Zeit nicht mehr. Auch altbekannte Gesichter wie Forcer oder Offwhite sind natürlich mit vorhanden, während Asbjoern Nedrehagen als bislang unbeschriebenes Blatt ebenfalls eine gute Figur abgibt.



Bestes Szene-Spiel / Best Scene Game:
01. Racer 2 / Dune (Atari Falcon) (Download / YouTube)
02. Dynblaster Revenge / Titan & Haujobb (Win / Linux) (Download / YouTube)
03. Immensity – Revision 2014 Edition (C64) (Download / YouTube)
04. HuZero *Caravan Ed.* / Chris Covell (NEC TurboGrafx / PC Engine) (Download / YouTube)
05. Sqrxz 4 – Cold Cash / Retroguru (Multi) (Download / YouTube)

Spielen auf exotischen Plattformen? Das ist schon seit Jahren kein Problem mehr! Ein Hoch auf die Emulation! Von daher kann man all die guten Games aus der Demoszene problemlos auf dem heimischen Rechner zocken. Wobei natürlich nach wie vor unbestritten ist, dass auf der echten Hardware noch mehr Spielspaß herausspringt. Also egal wo und wie ihr spielt, lasst euch diese fünf Perlen aus den Spielelabors der Demoszene nicht entgehen.

Bereits das 2013 veröffentlichte Rennspiel Racer war ein erstklassiges Rennspiel in der Tradition der guten, alten Lotus-Games und holte Unglaubliches aus dem Atari Falcon heraus. Mit dem Nachfolger Racer 2 legen die Jungs von Dune noch einen gewaltigen Extra-Boost hin. Bessere Engine, hübschere Grafik, mehr Spielmodi, mehr Spaß. Racer 2 ist ein umfangreiches Rennspielpaket, das nicht nur Retro-Gamern gefallen wird. Unser Top-Spiel der Szene 2014! Knapp geschlagen angelte sich Dynablaster Revenge die Silber-Medaille. Top-Grafik und Musik, ein zeitloses Gameplay – viele Worte muss man über das Spielprinzip nicht mehr verlieren. Klar ist jedoch, dass es noch nie ein solch gut aussehendes Dynablaster-Game gab. Und der Spielspaß stimmt auch, vor allem mit Freunden!

Auch das umfangreiche Cyberpunk-Action-Adventure Immensity sollte man unbedingt gespielt haben. Hier steckt so viel Liebe, Arbeit und raffiniertes Game-Design drin, dass es eigentlich für zwei Spiele reichen würde. Und es hat viele atemberaubende Momente zu bieten. Der Atem stockt einem auch bei HuZero *Caravan Ed.*. Hierbei handelt es sich um nichts Geringeres als einen F-Zero-Klon für die PC Engine! Dabei kann die doch gar kein 3D! Umso bahnbrechender ist daher die Optik, auch wenn das Spiel selbst noch ein paar Macken hat. Zum einen ist die Steuerung des Gleiters recht hakelig, zum anderen handelt es sich „nur“ um eine Caravan-Game, also ein Rennen auf Zeit, bei dem es einzig und allein um die Dauer des Überlebens geht, damit der Highscore hochgeschraubt wird. Gegnerische Vehikel gibt es leider keine. Zu guter Letzt sollten sich frustresistente Spieler noch Sqrxz 4 – Cold Cash ansehen. Das knuffige Jump and Run setzt die Tradition der Reihe fort, ist nochmals bockschwerer als die Vorgänger und liegt gleich in Versionen für sieben verschiedenen Plattformen vor, darunter Windows, OS X, PSP, Dreamcast und andere.



Sonderpreis: Metal Skin 2 / Planet Earth (Download / YouTube)
Zum Abschluss möchten wir noch Produktionen einen Sonderpreis verleihen, die in keine der bisherigen Kategorien passen, uns aber so viel Freude bereitet haben, dass sie auf keinen Fall vergessen werden dürfen. Den Anfang macht Metal Skin 2 von Planet Earth, eine Slideshow für Windows. Hierbei handelt es sich quasi um eine ausgestorbene Spezies, denn wer veröffentlicht denn in der heutigen Zeit noch eine Slideshow? Planet Earth haben es getan und uns die fantastische Bilderpracht von Künstler Forcer auf wunderschöne Art und Weise präsentiert. Darüber haben wir uns tierisch gefreut und lechzen natürlich nach Nachschub. Bitte mehr davon!



Sonderpreis: Manifesto – Dane’s Mix from X 2014
Chiptunes mögen nicht jedermanns Sache sein. Doch glaubt uns, das hier MUSS man einfach gehört haben. Der momentan vielleicht beste C64-Musiker Stellan „Dane“ Andersson hat seine größten Demo-Hits auf der wichtigsten C64-Demoparty X 2014 live gespielt. Ein unglaublich gutes Sounderlebnis – und dabei ist unser Demo-Soundtrack des Jahres, die Musik aus der C64-Demo Uncensored, die ebenfalls von Dane stammt, noch nicht einmal dabei! Doch was hier aus den Boxen dröhnt, ist kultverdächtig. Dane hat ein Gespür für Melodie, für perfekte Arrangements und dem Erzeugen von Atmosphäre. Dieser Manifesto-Mix läuft bei uns rauf und runter und erzeugt auch noch Wochen nach Release im Rahmen eines Podcasts, dieses wohlige Bauchkribbeln als ob man wieder frisch verliebt wäre. Wir sind es definitiv, und zwar in die Musik von Dane!

(Bobic, 10.01.2014)

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