.deMOSZENE





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Aktuelle News:



Viele schöne, leckere Demos und Intros gab es auf der ungarischen Demo-Party Function 2017 zu sehen. Wir zeigen die Besten!



Der kultige Neon/Synthwave-Look und -Sound ist in jedem Jahrzehnt angesagt. Auch in der Siegerdemo vom Jumalauta Sausage Fest.



10 Jahre bis zur Fertigstellung: Illusion ist traumhaft schön und bietet herrliche Grafiken, Musik und viele Vektorobjekte.



Es waren die kleinen Produktionen, die 4k Intros, die für tosenden Applaus auf der Deadline 2017 in Berlin sorgten.



Cooler Track, grandios und professionell geschnitten: Das Musikvideo Decisions ist weit über dem normalen Standard angesiedelt.



Altair beliefern mit der Demo Aqua noch einmal Sonys PlayStation 2 und trimmen die Kultkonsole somit zur SzeneStation.



Von der Chaos Constructions 2017 hat uns die 4k Intro "HAL 4000" vollauf geflasht, aber auch eine PC-Demo wusste zu gefallen.



Zootiere in Aktion: Auf der Deadline 2017 in Berlin nahmen wir mit einem kleinen Tiervideo am Video-Wettbewerb teil.



Urkomisch und liebevoll! Gaspode schickt seine singenden Socken zum dritten Mal ins Rennen und lädt mit ihnen zur Deadline 2017 ein.



Chiptunes von Yerzmyey sind immer hörenswert und live etwas ganz besonderes. Vor allem, wenn auch noch Pinokio an den Drums sitzt.


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Demoszene - Was ist das?

Manche Leser könnten beim Begriff Demoszene auf die Idee kommen, es handelt sich dabei um spezielle Spieledemos, also kostenlose Vorabversionen von Games. Und obwohl viele der Aktiven auch bei Spieleherstellern arbeiten, so haben die beiden Dinge nichts miteinander zu tun. Das Wort Demo ist die Kurzform für Demonstration, d. h., derjenige stellt auf einem Computer oder einem elektronischen Gerät etwas selbst Erstelltes dar. Bezüglich der verwendeten Hardware sind den Machern absolut keine Grenzen gesetzt. Demos können auf tragbaren Spielkonsolen, Handys, MP3-Playern, den unterschiedlichsten Computern oder sogar auf einem Drucker realisiert werden. Wichtig ist nur, dass das Gerät optische wie auch akustische Signale von sich geben kann. Auch spielen dabei die Soundfähigkeiten des Geräts, die Anzahl der verfügbaren Farben oder die Grafikauflösung keine Rolle.

So unterschiedlich die Ersteller eines Demos sind, so verschiedenartig sind auch ihre Erzeugnisse. Manche erzählen eine Geschichte, einige wenige tragen eine politische Botschaft in sich. Manche wollen das Maximum aus der Hardware herausholen, wieder andere legen ihr Hauptaugenmerk auf die Ästhetik. Solche Produktionen müssen nicht aufwendig programmiert sein, sie sollen einfach schön aussehen und den Betrachtern gefallen. Intros sind die Ableger von Demos, sie sind lediglich durch ihre Größe limitiert. 64 KB-Intros dürfen demnach maximal eine Größe von 64, 4 KB-Intros von vier Kilobytes aufweisen, etc.

Diese Freizeitaktivität hielt gleichzeitig mit der Markteinführung von Heimcomputern in den Haushalten der Anwender Einzug. In den späten 1980ern gab es allerdings nur eine einheitliche Computerszene, eine Aufspaltung in Demo-, Hacker- und Crackerszene fand erst später statt. Während sich Cracker mit dem Entfernen von Kopierschutz von Anwendersoftware oder Spielen beschäftigen, so geht die Arbeit eines Demoszeners in eine ganz andere Richtung. Er setzt sich rein kreativ mit seiner Hardware auseinander. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Publikum etwas selbst Gemachtes zu präsentieren. Die ersten kreativen Ergüsse kamen trotzdem aus dem illegalen Bereich der Szene, es waren die sogenannten Crackintros. Darunter versteht man ein ausführbares Programm, das nicht anderes tut als den Anwendern zu erklären, welche Einzelperson oder Crackergrupe den Kopierschutz des Spiels oder der Applikation entfernt hat. Die Crackintros enthielten neben grafischen Darstellungen auch sogenannte Scroller, die Nachrichten an Gleichgesinnte, oder an ihre Konkurrenten enthielten. Im Laufe der Zeit wurden die Crackintros immer aufwendiger, eine eigene Kunstform entstand.

Innerhalb der Szene war Deutschland traditionell immer sehr stark vertreten, daran hat sich bis heute nichts geändert. Und in Deutschland finden auch einige der wichtigsten Demopartys statt, auf denen sich die Mitglieder der Szene mit ihren neuesten Demos untereinander messen. Im Gegensatz zu den sogenannten Copypartys von vor 20 Jahren dienen solche Veranstaltungen nicht mehr dem Austausch von Software. Der Erfahrungsaustausch untereinander und der Wettbewerb um die beste Produktion stehen klar im Vordergrund.

Webseiten über die Demoszene in anderen Ländern gibt es viele. Bei der Gewichtung und Größe der deutschen Szene war es uns wichtig, etwas Vergleichbares aufzubauen. Wir möchten allen Besuchern einen Einblick und eine optimale Übersicht über die faszinierende digitale Kultur der Vergangenheit und Gegenwart verschaffen. Dafür haben einige Mitarbeiter des Projekts zahlreiche Artikel unterschiedlicher Quellen eingestellt. Daneben bieten wir viele weiterführende Links an und wünschen allen Interessierten beim Surfen viel Spaß!

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